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dj- und club-kultur, elektronische (tanz)musik * lorenz gilli

Kategorie: Aktuelles, Tipps und heißer Scheiß

Konferenz „Again & Again“, London

Vom 25. bis 26. April 2019 findet in London die internationale Konferenz „Again & Again. Musical Repetition in Aesthetics, Analysis and Experience“ statt. Veranstalter wird sie vom Music Department der City University, London. Ich bin mit meinen Vortrag „‚Pleasure (Extended Mix)‘. Recontextualising repetition in DJ-sets“ dazu eingeladen worden, was mich sehr freut!

In meinem Vortrag werde ich zum einen versuchen, den Reiz von Wiederholung in der electronic dance music (EDM) mit verschiedenen Ansätzen zu erklären, und auf spezifische Eigenschaften von Wiederholung in der EDM eingehen, die sie von anderen repetitiven Genres, v.a. Funk, unterscheidet. Im zweiten Teil werde ich das analytische Instrumentarium, das ich in meiner Dissertation erarbeite, kurz vorstellen und darauf anwenden. Hier wird es darum gehen, wie DJs mit Wiederholung umgehen: sie herstellen, verändern oder unterschlagen. Ganz schön viel Inhalt für nur 20 Minuten Zeit also… 😉

GfM-Jahrestagung und ich als DJ bei der Drohnen-Ausstellung

Diese Woche wird eine sehr dichte, aber äußerst interessante Woche! Morgen beginnt die Jahrestagung des Sonderforschungsbereichs „Medien der Kooperation“ an der Uni Siegen zum Thema „Media in the Wild“ (25.–26.9.2018), die praktisch nahtlos in die Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft zum Thema „Industrie“ – sehr passend für die Stahlindustriestadt Siegen – übergeht: Mittwoch Abend eröffnet der französische Soziologe Luc Boltanski mit seiner Keynote, in der wohl einige Thesen aus seinem aktuellen Buch „Bereicherung. Eine Kritik der Ware“ (gem. mit Arnaud Esquerre, Suhrkamp 2018) vorstellen wird – wird sicher sehr spannend!

Am Freitag beteilige ich mich selbst aktiv: diesmal nicht akademisch, sondern musikalisch. Am Freitag darf ich beim GfM-Abend „Drinks ’n‘ Drones“ die Space-Bar der Ausstellung „Different Eyes“ musikalisch untermalen: mit Drone-Music und anderen Ambient-Musiken. Von La Monte Young zur aktuellen Space-Music. In der Ausstellung sind künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema ‚Drohnen‘ zu sehen, zu hören und anzufassen. Freitag, 28.9.2018, ab 21h: „Drinks ’n‘ Drones ’n‘ Drone-Music“ 🙂

Im Museum im Oberen Schloss finden zwei weitere Ausstellungen des SfB statt: eine des Forschungsprojekts zur Smartphonenutzung in früher Kindheit und eine zur Geschichte globaler Kommunikationsnetze und -technologien. Das gesamten GfM-Tagungsprogramm gibt es hier.

 

Netflix‘ „Ibiza“

Netflix hat kürzlich eine eigene Filmproduktion herausgebracht: „Ibiza“ (Trailer). Plot: junge, kaum erfolgreiche PR-Frau aus NY kommt für einen beruflichen Auftrag nach Barcelona, verliebt sich in den „hotten“ EDM-DJ Leo West. Sie und ihre beiden mitgereisten Freundinnen entscheiden sich für YOLO, riskieren das Meeting am nächsten Tag und folgen ihm nach Ibiza. Es folgt eine ausgelassene, chaotische Clubnacht mit vielen Drogen, aber am Ende ist sie den eh verhassten Job los, bekommt trotzdem den Auftrag und natürlich auch den DJ. Oh, sorry fürs spoilern… Naja, große Plot-Twists sind eh nicht zu erwarten – das weiß man nach wenigen Minuten – genausowenig wie  der Versuch nach authentisch dargestellter Ibiza-Kultur oder sonst irgendeine differenzierte Sichtweise auf irgendwas, sei es Drogenkonsum, EDM-Hype oder die Sehnsucht nach der einen großen Liebe. Alles glatt, oberflächlich, kitschig-süß und ach so „crazy“…

Funster von Mixmag hat in einem Interview mit dem Regisseur Alex Richanbach weitere Details erfragt, zum Beispiel dass er nie in Ibiza war. Aber der Film hat nicht nur dieses Problem…

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EDM-Doku-Serie „After The Raves“

Von Red Bull TV gibt es die 9-teilige Doku-Serie über EDM: „After The Raves“ (2016). Und mit EDM meint die Serie nicht electronic dance music als Sammelbegriff, sondern das „fette-Drops-und-spektakuläre-Popstar-Shows-EDM“. Beispielhaft dafür das Interview mit Dirty South, das bei einer großen Portion Austern geführt wird (S01E1, TC 10:40). „Underground? My Ass!“ also? Weiß noch nicht genau: immerhin kommen auch eher undergroundige Leute wie „The Gaslamp Killer“ vor.

In den jeweils rund 25 Min. werden neun Städte/Regionen/Szenen porträtiert: Los Angeles, San Francisco, das Mysteryland-Festival in den Niederlanden, Las Vegas, Paris, Ibiza, Niederlande, England, Miami. Produziert wurde die Serie von DJ Tommie Sunshine, der auch die Interviews mit seinen Buddies führt, und selbst aktiver Teil der Mainstream-EDM-Szene ist.

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Popkongress 2018, Hamburg: 1. bis 3. Feb. 2018

Die 10. Jahrestagung der AG Populärkultur und Medien der GfM wird in diesem Jahr ausgerichtet von Olaf Sanders und Roger Behrens und findet an der Universität der Bundeswehr in Hamburg statt. Ich darf auch einen Beitrag vorstellen, was mich sehr freut.

Die in meinem Vortrag genannten Links und Tracklists findest du hier. Falls du mehr Material benötigst, schreib einfach mir eine Mail.

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screenshot tape-mag.com

Tape-Mag.com: Audio-Tape-Culture & Magazine-Culture

With the beginning of the new year, a new website and online-database has been launched: tape-mag.com. It focuses on non-commercial DIY-culture of a pre-digital music era, when xeroxed fanzines and tape-trading were the only means available to bypass the commercial system of major-labels and to promote and distribute underground music.

Tape-Mag.com is a Non-Profit Online-Archive & Information-Database for Audio-Tape-Culture (Cassettes/Tapes/Reels) and 20th Century Art- & Music-related Small-Press Publications / Magazine-Culture.

This Archive-Database focuses on the following styles/genres.

– Mid 70’s to late 90’s Industrial / Experimental / Free Improvisation / Post- Punk / New Wave, Minimal / Synth /Ambient and further musical directions of the DIY-Cassette-Culture.

– early 50’s to late 90’s Sound Art / Sound Poetry / Text-Sound-Compositions / Poesie Sonore / Verbosonics / Lingual Music / Music Concrete / Audio Art plus related printed Mail-Art / Concrete Poetry / Visual Poetry / Lettrisme / Fluxus

(https://tape-mag.com/About_Us-1-3.htm)

I just digged in a bit into this huge database. You will find many unknown (at least to me) and abscure bands and artists, alongside the well known pioneers of these genres like Tangerine Dream, Throbbing Gristle, Skinny Puppy, Front 242, Killing Joke, Einstürzende Neubauten and so on.

What distinguished it from discogs.com (to my impression) is the focus on small, unofficial, homemade releases on cassette, tape or reel, and the vast amount of press and zines, all connected in a nice database. The press-material is scanned and available for registred members, as well as sometimes links to mp3s on filehosting services.

The look and feel of the website reflects the DYI-attitude in the 21st century: basic CMS-design 😉

via IASPM-Newsletter/Julio Mendevil

GfM-Tagung in Nürnberg-Erlangen

Morgen beginnt die Jahrestagung der GfM (Gesellschaft für Medienwissenschaft), die in diesem Jahr vom Institut für Theater- und Medienwissenschaft der FAU Nürnberg-Erlangen ausgerichtet wird und als Thema „Zugänge“ hat.

Ich freue mich, dass ich bei einem Panel von Siegener Kollegen und dem Chair von Prof. Rainer Leschke dort vertreten sein darf. Gerade noch wird der letzte Feinschliff am Text und an den Folien vorgenommen. Unser Panel zum Thema Die Formen medialer Zugänge – technologisch – aisthetisch – ästhetisch – normativ  ist am Freitag, von 9 bis 11h, im Experimentiertheater.

Am Donnerstag finden drei Panels von Kollegen der AG Auditive Medienkulturen und Sound Studies sowie das Jahrestreffen der AG statt. Das komplette Programm gibt es hier im Conftool online.

Nice Up The Dance! Doku über Sound Systems

Den ersten Blog-Eintrag will ich nicht mit „Das ist mein erster Blog-Eintrag“ oder mit „seht mal her, was ich schon alles tolles gemacht hab und was ich euch jetzt präsentieren werde“ füllen (zweiteres kommt noch früh genug 😉 ), daher gibts jetzt einfach einen Tipp zu einer tollen Doku:

In dieser kurzen und kurzweiligen Doku geben DJ Treble Tee und Regisseur Peter Todd einen Einblick in die Geschichte und Entwicklung der Sound Systems in UK. Es ist natürlich auch eine Geschichte der Ausgrenzung  jamaikanischer Migranten, die mit den Sound Systems ihre eigenen Musik- und Party-Nischen aufgebaut haben. Und wie auch im Hip Hop gilt hier:

„They’re a gang, but not the sort of gang you’d run from.“ (Trevor Nelson)

Ok, ich sollte noch erwähnen dass die Doku von der Bekleidungsfirma Farah gesponsert/produziert wurde . Daher kommt auch das Outfit und die historische Entwicklung desselben nicht zu kurz…

gefunden in Mixmag online

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